Im Vergleich zu gewickelten Rotoren weisen Käfigrotoren eine relativ bessere Qualität und Sicherheit auf, allerdings treten bei Käfigrotoren in Situationen mit häufigem Starten und großer Rotationsträgheit auch Qualitätsprobleme auf.
Die Qualitätszuverlässigkeit von Aluminiumgussrotoren ist vergleichsweise besser, die Rotorstäbe sind gut mit dem Rotorkern verbunden und die Widerstandsfähigkeit gegen die Wärmeentwicklung beim Motorstart ist höher. Qualitätsmängel wie Lunker und dünne Stäbe, die beim Aluminiumgussprozess auftreten, sowie das Problem des Stabbruchs durch Rotorerwärmung dürfen jedoch nicht ignoriert werden. Insbesondere bei schlechtem Stabmaterial und schlechtem Aluminiumgussprozess ist das Problem gravierender.

Ein Problem mit dem Aluminiumgussrotor lässt sich im Allgemeinen anhand der Rotoraußenfläche und anderer Qualitätsmerkmalen erkennen. Bei einem Rotor mit gebrochenem Stab erwärmt sich der Rotor stark, und die Rotoroberfläche weist teilweise oder vollständig eine deutliche Bläuung auf. In schweren Fällen bilden sich durch den Wärmefluss kleine Aluminiumperlen. Dieses Problem tritt meist im mittleren Bereich des Stabes auf. Bei Erwärmung des Aluminiumgussrotors verformt sich auch der Rotorendring. In schweren Fällen werden die Rotorblätter am Rotorende radial nach außen geschleudert und beschädigen die Statorwicklung.
Bei Doppelkäfigläufern, Rillenläufern, flaschenförmigen Läufern usw., die zur Verbesserung des Startverhaltens eingesetzt werden, brechen die Läuferstäbe meist an der Schweißstelle in der Nähe des Endrings. Der Bruch der Läuferstäbe ist auf die wiederholte Einwirkung von langfristiger thermischer Belastung, wechselnder elektromagnetischer Kräfte, Zentrifugalkraft und Tangentialspannung zurückzuführen, die zu Biege- und Ermüdungsschäden an den Stäben führt. Probleme treten am ehesten an den Stäben und Endringen auf. Beim Anlaufen des Motors werden die Läuferstäbe durch den Skin-Effekt ungleichmäßig erhitzt und sind einer Biegespannung in Richtung der Achse ausgesetzt. Im Normalbetrieb des Motors sind die Läuferstäbe und Endringe der Zentrifugalkraft ausgesetzt und erzeugen an den Stäben eine Biegespannung von der Achse weg. Diese Spannungen gefährden die Zuverlässigkeit an beiden Enden der Läuferstäbe. Um die Schweißqualität der Rotoren zu verbessern, wird beim Schweißen großer Rotoren schrittweise die Mittelfrequenzlöttechnologie eingesetzt.